Die Magie einer Dom/Sub-Beziehung

Die Magie einer Dom/Sub-Beziehung

Ich hab heute morgen lange überlegt, was ich heute anstelle. Der Sonntag ist ja immer mein zuckersüßer #SeductionSunday. Eigentlich veröffentliche ich sonntags immer eine neue Versuchung und bin meistens im Chat erreichbar (bin ich übrigens auch heute Abend *fg*).

Heute werde ich mal keine neue Versuchung veröffentlichen, sondern über ein Thema schreiben, was mich persönlich sehr berührt und die folgenden Zeilen werden auch dich sicherlich wieder ganz besonders berühren.

Was ist eine D/s Beziehung?

Fangen wir mal bei den Grundlagen an, da nicht jeder weiß, was diese Begrifflichkeiten alle bedeuten. Ich schreibe es mal vollkommen pur und einfach: Es ist eine Beziehung zwischen Dom und Sub, keine klassische Liebesbeziehung.

DS ist Teil des BDSM. Die Buchstaben der Abkürzung BDSM stehen für

♥ Bondage & Discipline (Fesselung und Disziplinierung)
Dominance & Submission (Dominanz und Unterwerfung)
♥ Sadism & Masochism (Sadismus und Masochismus)

D/s steht vor allem für den psychischen Aspekt des BDSM. Haha, ich merke gerade, wie schwer es ist, das wirklich richtig zu beschreiben. Okay, an dieser Stelle sei erwähnt, dass das jeder anders handhabt und ich nur meine persönliche Meinung wiedergebe.

Für mich persönlich bedeutet D/s Dominanz, Macht, Kontrolle, die ich meinerseits in vollen Zügen ausleben und genießen kann, sowie die Hingabe und Unterwerfung des Subs, der sich mir unterordnet und meinen Wünschen Folge leistet. Dazwischen gibt es viele psychische Komponenten. Die alle zu beschreiben, würde den Platz sprengen, aber es wäre auch unmöglich, solche Besonderheiten wirklich in Worte zu fassen.

Grenzenlose Verbindung!

Eine D/s Beziehung ist in meinen Augen das absolut Höchste und Schönste. Dominanz und Submission werden von zwei Personen zu jeder Zeit ausgelebt, selbst dann, wenn beide die Zeit nicht gemeinsam verbringen. Aber auch dann, wenn beide die Zeit zusammen mit “ganz normalen Dingen” verbringen. Ich glaub, das umschreibt den psychischen Aspekt perfekt!

Eine Beziehung, wo beide ihren Platz kennen und die durch Regeln umrahmt werden kann (und sollte! 😛 ). Es ist einfach eine besondere Bindung, die weit über Worte und Vorstellungen hinausgeht.

Nicht jeder lebt D/s als Beziehung! Ich kann es mir aber nicht mehr anders vorstellen, weil ich die Intensität und Tiefgründigkeit dieser Beziehung liebe. Jede Beziehung basiert auf Vertrauen, Ehrlichkeit, Leidenschaft, Respekt und so viel mehr.

Ich liebe es, mich mit meinen Subs auf Augenhöhe unterhalten zu können und dennoch zu wissen, dass sie ihren Platz genau kennen. Und wieder ein psychischer Bezug, yeah! Tiefgründige Gespräche über alles Mögliche, bei denen man sich immer besser kennen lernt und zusammen auch mal lachen kann. Genauso aber auch füreinander da zu sein in absolut jeder Lebenslage!

Ich finde das alles enorm wichtig! D/s und Beziehung bauen aufeinander auf. Je größer das Vertrauen ist, umso größer sind auch Dominanz und Submission. Man kennt den anderen und weiß, wie weit man gehen bzw. sich fallen lassen kann.

Über das Spiel hinaus!

Niemand lässt sich einfach mal bei einer x-beliebigen Person vollends fallen, genauso wenig ist das Gegenteil der Fall. Ich ertappe mich selbst immer wieder dabei, wie ich fast schon “überfordert” bin, wenn ein Sklave mich plump anschreibt und sich quasi von 0 auf 100 unterwerfen will.

Der Grundgedanke ist ja schön, aber es ist isoliert auf D/s ohne die ganzen Besonderheiten der Beziehung! Folglich weiß ich, dass derjenige nicht in der Lage ist, sich vollkommen fallen zu lassen und ich kann nicht wirklich soweit gehen, um meine Dominanz in vollen Zügen auszuleben. Deswegen blocke ich sowas so gut wie immer ab, weil mir das einfach nicht reicht und mir nicht das gibt, was ich brauche.

Umgekehrt sehe ich aber auch, dass es Sklaven genauso geht und einzelne Spielchen nicht ansatzweise diese Intensität erreichen, wie es bei einer D/s Beziehung der Fall ist.

Bei einer D/s Beziehung geht es nicht um einzelne Spielchen. Es geht um jedes kleine Detail, denn jede kleinste Kleinigkeit kann dermaßen intensiv und extrem werden, wie man es nicht mal erwartet hat. Selbst eine Bemerkung, die man einfach mal erwähnt, kann sich zu etwas entwickeln, womit man nicht gerechnet hat.

Es gibt keine Grenzen, wo man sagt, wir beschränken uns jetzt auf das Spiel. Eine D/s Beziehung sprengt diese Grenzen, sodass jeder Moment teuflisch werden kann, selbst dann, wenn man *nie nie nie* damit gerechnet hätte. Und genau das sind Momente, die man nicht vergisst und die sich auf Dominanz und Unterwerfung auch maßgeblich auswirken.

Deswegen spielt man eigentlich immer und irgendwie auch nicht, denn das Ganze kann man nicht mehr als Spiel bezeichnen, es geht weit darüber hinaus!

24/7 Dominanz und Unterwerfung!

Eine D/s Beziehung wird oft auch als 24/7 Beziehung bezeichnet. Zu Recht, denn man liebt das Ganze nicht nur, man lebt es! Natürlich hat jeder noch seinen ganz normalen Alltag. Okay, das ist jetzt auch nicht so ganz richtig. *g*

Man geht den Dingen nach, denen man eben nachgehen muss und man lebt seine Dominanz/Submission nicht überall und gegenüber jedem aus. Die Gedanken begleiten einen aber immer und versüßen diesen Alltag.

Man sieht auf der Arbeit irgendeinen Gegenstand und schon denkt man an einen ganz besonderen Moment. Teuflisch-süße Trigger, die dich immer wieder daran erinnern, wem du gehörst und wessen Sklave und Eigentum du sein darfst. Meist bleiben solche Gedanken dann nicht nur bei der Erinnerung, sondern heizen das Kopfkino ganz automatisch an. *g*

Die D/s Beziehung kann sogar soweit gehen, dass du Entscheidungen anders triffst. Eventuell ertappst du dich selbst dabei, dass du vor einer Entscheidung überlegst, wie ich es mir wünschen würde. Sobald du spürst, dass du deine Entscheidungen nur noch in meinem Sinne triffst, setzt sich auch ein weiteres Gefühl durch. Das Gefühl der Wehrlosigkeit, Kontrollverlust im Alltag. *fg*

Ab diesem Punkt weißt du, wer dich und dein Leben kontrolliert. Wer eine D/s Beziehung eingeht, wünscht sich genau das!

Bis zum totalen Machtaustausch!

Womit wir bei dem bedeutendsten Wörtchen angekommen sind. TPE = Total Power Exchange (deutsch: Totaler Machtaustausch), abzugrenzen vom EPE = Erotic Power Exchange (deutsch: Erotischer Machtaustausch, der sich nur auf die Erotik beschränkt).

TPE ist unbegrenzt und unterstreicht die Tiefgründigkeit, Grenzenlosigkeit und Intensität einer D/s Beziehung in meinen Augen. Die absolute Kontrolle liegt in meinen Händen und jede Entscheidung überlässt du mir bzw. triffst du in meinem Sinne.

Aber das ist nur möglich, wenn man sich gegenseitig zu 100% vertraut, vollkommen ehrlich miteinander umgeht, sich respektiert und seine Neigungen mit absoluter Leidenschaft auslebt.

TPE ist schwer zu beschreiben. Es fühlt sich einfach wunderschön und intensiv an, meinen Sub so führen zu können mit dem zuckersüßen Hintergedanken, wie genial der Weg bis dahin war und wie brutal genial er wohl noch werden wird. Alles baut aufeinander auf und jeder Schritt ist wichtig, auch wenn er klein und unbedeutend erscheint.

Wenn man diesen Punkt erreicht hat, ist einfach alles möglich. Gut, ich weiß, das klingt jetzt so surreal, aber es ist einfach so. Du spürst die bedingungslose Hingabe und den Wunsch, alles für mich zu tun – absolut ALLES! Du vertraust mir, so wie ich dir. Du kannst dich vollkommen fallen lassen und weißt, dass ich dich auffange. Ab diesem Punkt kannst du sogar noch viel weiter gehen, als du es dir überhaupt erträumt hast und du erlebst Dinge, die du vielleicht nicht für möglich gehalten hast.

Genau dann bist du an dem Punkt, wo deine Devotion auf ein ganz neues Level gehoben wird!

Ich hätte es nie für möglich gehalten!

Ganz ehrlich? Als ich vor Jahren angefangen habe, meinen Neigungen aktiv nachzugehen, hätte ich nie gedacht, dass ich mal so einen Tagebucheintrag verfasse. Mein Horizont war damals einfach noch nicht so weit und hell und erstrahlte noch nicht in den schönsten Tönen, wie es jetzt der Fall ist.

Es kann sein, dass es manch einem, der sich das hier durchliest, genauso geht und dass die Worte noch gar nicht so greifbar sind, weil man es sich nicht vorstellen kann. Es wäre viel zu einfach, wenn man sich all das einfach so vorstellen und ausmalen könnte, vor allem, wenn man noch Anfänger ist. Das kommt vielleicht erst noch… *fg*

Ich weiß aber auch ganz genau, dass ich nicht alleine bin mit diesen Gefühlen und dass ich *meinen Horizont inzwischen wunderbar mit meinen Subs teilen und erweitern kann*. Ein unbeschreibliches Gefühl! Und ich denke, der ein oder andere Sub von mir wird sich gut in meine Worte hinein versetzen könnten und die Magie zwischen den Zeilen in jeder Hinsicht spüren können.

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